Canisiusschule Rheine
Canisiusschule Rheine

Fine - ein Schulhund für die Canisiusschule

 

„“"Der Hund als Lehrer auf vier Pfoten nimmt jeden Schüler () vorurteilsfrei an, eröffnet neue Wege sozialer Interaktionen und gestaltet Schule während seiner Anwesenheit zu einem angenehmen Lern- und Lebensort."“ (Heyer/Kloke 2011; S. 162)“

 

Bestimmt haben es die Kinder schon einmal erzählt: Mama – heute war ein Hund in unserer Schule.

Dieser Hund ist Fine! Fine ist ein Australian Shepherd – Pudel - Mix und ist 2 Jahre alt und gehört zu Frau Bröker.

Frau Bröker und Fine haben eine einjährige Ausbildung zum Schulbegleithund – Team absolviert und diese im Oktober 2021 mit einer theoretischen, schriftlichen und praktischen Prüfung erfolgreich abgeschlossen. Diese Ausbildung ist analog zur Ausbildung zum Therapiebegleithund, außer, dass der mensch des Schulhundes keine medizinischen Kenntnisse vorweisen muss.

Im folgenden Text können Sie sich genauer informieren und den Einsatz eines Schulhundes genauer zu verstehen.

 

Tiergestützte Intervention

Die Arbeit mit Hunden in der Schule fällt unter den Überbegriff der tiergestützten Pädagogik. Darunter versteht man eine „ zielgerichtete, geplante und strukturierte Intervention, die von professionellen Pädagogen oder gleich qualifizierten Personen angeleitet und/ oder durchgeführt wird. () in Einzel- oder Gruppenarbeit. () Lehrpersonen müssen Wissen über die beteiligten Tiere besitzen.“ (vgl. Beetz: Hunde im Schulalltag, 5. Auflage, S.14/15)

Das Ziel der tiergestützten Pädagogik ist es Lernprozesse zu initiieren, zu unterstützen, die Kinder zu motivieren. () Durch den Einsatz des Hundes soll schwerpunktmäßig die emotionale und soziale Kompetenz des Kindes verbessert werden.

 

Ein weiteres Ziel der tiergestützten Intervention ist es, Kinder im Umgang mit Hunden sicherer zu machen, ihre Ängste vor den Tieren abzubauen und allgemein ihr Selbstbewusstsein zu stärken, also soziale und emotionale Kometenzen zu fördern.

 

Hunde gelten als verlässliche, treue Partner, sind geduldige, nicht wertende Zuhörer und bilden Anknüpfungspunkte für Gespräche. Sie geben das Gefühl, um seiner selbst willen akzeptiert und angenommen zu werden, vermitteln Geborgenheit und Unbefangenheit und bereiten Spaß und Freude im Umgang mit ihnen.

Kindern werden Körperkontakt, Berührungen und der Austausch von Zärtlichkeit ermöglicht und der Zugang zur Natur nähergebracht. Die Fürsorge für ein anderes Lebewesen gibt das Gefühl, gebraucht zu werden und selbst für jemanden elementar wichtig zu sein.

 

Ein Schulhund ...

-kann zur Stärkung des Selbstwertgefühls und Selbstbewusstseins der Kinder beitragen,

-fördert die Persönlichkeitsentwicklung

-fördert die Entwicklung des das Sozialverhaltens (Empathie, Rücksichtnahme, Akzeptanz von Regeln und Grenzen, Zurückstellung eigener Bedürfnisse),

-schafft es, ein Gefühl von Freundschaft, Nähe, Geborgenheit, Sicherheit zu vermitteln

-verbessert nachweislich die Lernatmosphäre in einer Klasse und

-fördert dadurch die Konzentration

-reduziert Angst, Aggressionen und Hyperaktivität

-hat einen hohen Motivationsfaktor

-aktiviert die Sinneswahrnehmung, die motorische und kognitive Entwicklung

-stärkt Verantwortungs- und Pflichtbewusstsein

 

 

Angaben zum Tier

Fine ist eine Mischung aus einem Australian-Shepherd und einem Großpudel. Die Eltern/ Rassen wurden dahingehend ausgesucht, dass sie beide sehr menschenbezogen/ anhänglich sind und sich durch ein sanftes aber aktives Wesen auszeichnen. Beide Rassen sind lernwillig, intelligent und aufmerksam und können auch über einen längeren Zeitraum konzentriert arbeiten. Daher werden sie in Verbindung mit ihren Charaktereigenschaften häufig als Familienhund oder Therapiehund eingesetzt.

 

Beteiligte Kinder und Eltern unserer Schule

Der Schulhund darf immer nur im Team mit seinem „Menschen“ eingesetzt werden. Es ist wichtig, dass der Hundeführer seinen Hund und seine Körpersprache genau kennt und versteht, damit er jederzeit eingreifen und unterstützen kann.

Daher wird Fine ausschließlich in der 3a oder im Fachunterricht mit Frau Bröker eingesetzt.

Die Eltern der Klasse 2a wurden bereits vor der Einschulung über den Einsatz des Schulhundes informiert und zu Allergien, Ängsten oder Einwänden befragt. Auch die Eltern der Kinder, die neu eingeschult werden, machen bei der Anmeldung zu Allergien Angaben.

Bei der Schulkonferenz am 09.06.2022 wurde das Konzept den Lehrer- und Elternvertretern vorgestellt und der Einsatz von Fine als Schulhund offiziell und ohne Gegenstimmen von der Versammlung bestätigt.

 

 

Hygienekonzept

Die Kinder werden zur Einhaltung hygienischer Maßnahmen angehalten. Dazu gehört primär das Händewaschen mit Wasser und Seife, nachdem sie zum Hund Kontakt/ ihn gefüttert haben, bevor sie etwas essen und nach Bedarf. Außerdem steht eine Handdesinfektion zur Verfügung.

Weitere Hygienemaßnahmen wie die Hygiene im Klassenraum, der Schule, sind im Hygienekonzept im Lehrerzimmer einsehbar.

Fine wird regelmäßig tierärztlich untersucht.Sie erhält alle gängigen Impfungen und wird in kurzen und regelmäßigen Abständen auf Endoparasiten untersucht und gegen Ektoparasiten (Zecken, Flöhe, Haarlinge) behandelt. Entsprechende Nachweise werden der Schulleitung vorgelegt. 

 

 

Einsatz im Unterricht

Im Rahmen der tiergestützten Pädagogik gibt es verschiedene Möglichkeiten den Hund im Unterricht einzusetzen. Hier ist als erster und häufigster Einsatz die bloße Anwesenheit des Tieres in der Klasse zu nennen. Der Hund liegt in der Box, auf der Decke, läuft im Raum herum

Dies ist natürlich erst dann möglich, wenn die Kinder in Form eines Projektes, einer AG oder einer Thematisierung im Sachunterricht den Umgang mit dem Hund gelernt haben.

Hierbei erlernen die Kinder folgende Regeln im Umgang mit dem Hund:

Falls du mir begegnest, beachte bitte folgende Regeln:

1. Sei bitte leise und gehe langsam!

2. Laufe nicht vor mir davon oder reiße die Arme hoch! Laufe mir nicht hinterher, sondern warte bis ich zu dir komme!

3. Mich darf immer nur ein Kind streicheln! Streichel mich nicht von oben!

4. Streichel mich nur, wenn mein Halstuch grün ist, denn dann bin ich entspannt und Frau Bröker gibt auf mich und auf dich Acht!

5. Nach dem Streicheln immer die Hände waschen!

6. Gib mir ohne Erlaubnis keine Kommandos!

7. Füttere mich nur, wenn Frau Bröker es erlaubt!

8. Auf meinem Ruheplatz möchte ich nicht gestört werden!

9. Störe mich nicht beim Fressen!

10. Halte mich nicht fest und hebe mich nicht hoch!

 

Außerdem wird der Hund als Motivator/ als Unterstützung im allgemeinen Unterricht eingesetzt. Dies geschieht durch Einbindung des Hundes in Aufgabenstellungen oder Arbeitsphasen (z.B. der Hund „stellt“ Aufgaben durch Apportieren/ Ziehen von Aufgabenkarten, der Hund dreht am „Glücksrad“, stupst einen Gegenstand/ Würfel an, unter dem Aufgaben verborgen sind, usw. Die Kinder lernen nicht von dem Hund einen neuen Inhalt, sondern die Vermittlung wird durch den Hund unterstützt und erhält dadurch einen sehr motivierenden nachhaltigen Charakter.

 

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48429 Rheine

 

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Datum Veranstaltung Zeit/ Ort
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21.09. Mesumer Waldlauf Klaase 4a/b/c 
26.09. Infoabend für die kommenden Schulkinder Standort Rodde
29.09. schulinterne Fortbildung "Activeboard"

kein Unterricht!

Kollegium 9-16 Uhr

03.10. Tag der deutschen Einheit FREI!

04.-

14.10.

Herbstferien Frei!
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